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Schwäbische Zeitung Biberach  07. Juli 2018

Duo Sistere füllt Kulturmühle mit Klängen und Farben

von A. Munding

Was Karina Aßfalg und Gitte Wax mit ihrem Programm „Sapere Aude – wage es, weise zu sein“ gezeigt und zu Gehör gebracht haben, ist schwer zu beschreiben. Die Mischung aus Gesang, Tanz, Poesie, Licht und Farben hat die Besucher in Wimsen gefangen genommen und begeistert. Diese Vorstellung führte die Zuhörer 80 Minuten lang in eine Welt aus Träumen, Klängen, Tanz, Licht und Farbe. Hubertus-Jörg Riedlinger hatte das mit Zwiefalten verbandelte Duo Sistere in der Reihe der Weltklassekünstler, die in der Kulturmühle gastieren, begrüßt. Der lautstarke Vorschussbeifall zeigte, dass Gitte Wax und Karina Aßfalg hier ein Heimspiel gaben.

Mystisches Licht, Karina Aßfalg im Gewand einer griechischen Priesterin und Gitte Wax als dunkle Gestalt in der Mönchskutte holten das Publikum aus dem Alltagstrubel ab. Der bis zu den Dachsparren offene Bühnenraum gab der Szene die Atmosphäre einer gotischen Apsis und unterstrich den sakralen Charakter des ersten Liedes. Mit „Pie Jesu“ aus Andrew Lloyd Webbers Requiem begeisterte Karina Aßfalg vom ersten Ton an durch ihre ausdrucksstarke, kristallklare Sopranstimme. Der Traumtanz hatte begonnen. Aus dem Off sprach Gitte Wax gefühlvoll ganz persönliche, meditative Texte.

Doch das Hauptaugenmerk lag auf der Kombination Tanz und Gesang – Musik sehen, Tanz hören. Hierbei bildeten die beiden Künstlerinnen durch die ganze Aufführung eine außerordentlich harmonische Einheit. Bemerkenswert ausdrucksstark war dann auch „I’ll Walk Alone“, ein Song über die menschliche Einsamkeit, die beide Künstlerinnen in ihrem Tanz sichtbar werden ließen.

Schleiertanz zu „Habanera“
Zum Höhepunkt in Akustik und Optik entwickelte sich dann aber die Arie „Habanera“ aus der Oper „Carmen“ von Georges Bizet. Die grandiose Stimme Karina Aßfalg wurde im roten Schleier von Gitte Wax tänzerisch umflossen und beworben. Man muss es gesehen haben.

Auch Wax’ derwischgleicher Drehtanz ließ die Münder offenstehen. Allein der kerzengerade Abgang der Tänzerin danach verdient höchsten sportlichen Respekt. Zu jedem Auftritt erschienen die Damen in anderen fantasievollen Kostümen auf der Bühne und auch die Lichteffekte waren fein auf das jeweilige Stück zugeschnitten. Regie und Choreografie waren absolut stimmig.

Mit dem letzten Ton brach dann auch überbordender Beifall los und drängte Karina Aßfalg und Gitte Wax zu einer Zugabe. Nach dem Dank an Monika Rieber für ihren Gardarobendienst, Martin Müller, der für entsprechende Beleuchtung sorgte, und Tontechniker Christian Häberle gab es als atemberaubenden Abschluss noch „Time To Say Goodbye“.

Wer sich auf die traumwandlerischen Tänze und Texte von Gitte Wax, die wunderbare Stimme von Karina Aßfalg in verschiedenen Musikstilen und das kreative Licht und Farbenspiel einließ, durfte einen tief beeindruckenden Abend voller Stimmungen und Gefühle erleben. Das hatte wirklich große Klasse.

Pressebericht hier

Südwestpresse Ulm / Alb Bote  03. Juli 2018

Ausreißer aus dem Programm

GESANG UND TANZ   Das "Duo Sistere" glänzte am Freitagabend mit seiner Performance in der Wimsener Mühle. Tanz, Text und Gesang fesselten die Besucher. Von Sabine Herder

Kultur zeigte sich am Freitag in der Wimsener Mühle einmal ganz anders als gewohnt: Das „Duo Sistere“ – Opernsängerin Karina Aßfalg und Ausdruckstänzerin Gitte Wax – bereicherte die Wimsener Veranstaltungsreihe um einen wunderbaren „Ausreisser“ aus dem Jahresprogramm: Unter dem Motto „Tänze hören - Musik sehen“ nahmen die beiden ihr Publikum mit auf eine intensive und magische Reise über (Kunst-)Grenzen hinweg.

Hören und Sehen, Gesang und Tanz gehen in dem Programm der beiden Künstlerinnen ein sehr bemerkenswertes Bündnis ein. „Sapere Aude“ steht über allem - Wage es, weise zu sein! Und weise war es denn auch, der Performance des interdisziplinären Duos aufmerksam zu folgen: Klänge, Bewegungen und Gedanken verschmolzen auf der Bühne zu einer fesselnden Ausdrucksform, die die Zuschauer/ Zuhörer ebenso mystisch wie archaisch in eine andere Welt versetzten.
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Im Programm von „Sapere Aude“ finden sich klassische ebenso wie aktuelle Werke. Den wunderbar warmen, mühelos wirkenden Sopran von Karina Aßfalg umrahmt dabei Gitte Wax mit sensiblem Ausdruckstanz auf der Bühne und inspirierenden, träumerischen Texten aus dem Off. Zusammen entführten die beiden Künstlerinnen ihr Publikum in eine sehr spirituelle und berührende Welt aus Tanz, Gesang und Sprache.
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Ob der Körper Fühler hat? Wie fühlt sich ein „blaukalter Fluss“ an? Die ausdrucksvollen Traum-Texte, gesprochen von Gitte Wax und mit spärlich sphärischen Klängen unterlegt, sind „verrückt, vertraut, verbunden“ – aneinander gereihte Gedanken, die in jedem ganz eigene Bilder erwecken. Im Zusammenspiel mit Tanz und Gesang wird die Wahrnehmung auf eine neue, sehr persönliche Ebene versetzt.
… eine intensive, grandiose Darbietung, die das Publikum dann auch, zunächst zaghaft und wie aus einem Traum erwacht, beklatschen durfte. Allmählich wurde ein nicht enden wollender Applaus daraus, unterbrochen von lauten Zugabe-Rufen.

Pressebericht hier

 

Schwäbische Zeitung Bad Schussenried  16. April 2018

Gesang, Tanz und Licht als Einheit

Das Duo Sistere verband bei seinem Auftritt im Bibliothekssaal in Bad Schussenried verschiedene künstlerische Ausdrucksformen wie Gesang, Tanz und Lichtinstallationen

Eine nicht alltägliche Vorführung des Duo Sistere mit Gesang und Musik ist von den Besuchern im Bibliothekssaal in Bad Schussenried mit lang anhaltendem Beifall aufgenommen worden.

... beeindruckende Lichttechnik ...

... in zauberhaft schönen und immer wieder neuen Kostümen präsentiert ...

Die Opernsängerin Karina Aßfalg ... gefiel durch die glockenklare Höhe iihrer Stimme, ihren großen Tonumfang und mit schöner Altfärbung in der Tiefe...

Gitte Wax zeigte dabei ... ihr Tanztalent ...
Ganz in weiß, mit weitem Gewand, drehte sich die Tänzerin im Stile der Derwische trancehaft immer im Kreis zu der Bearbeitung von "Voi che Sapete" (Sagt holde Frauen) von W.A. Mozart. ...

Nach lang anhaltendem Beifall wurde ... der durch Andrea Bocelli und Sarah Brightman bekannt gewordene Song "Time To Say Good Bye" aufgeführt.

 

Südwestpresse Ulm / Alb Bote 31. Januar 2017 

"Duo Sistere" begeistert in der Dapfener Martinskirche

Es war ein Abend der ganz großen Emotionen und intensiven Eindrücke. Opernsängerin Karina Aßfalg und Tänzerin Gitte Wax warteten ... mit einer absolut sehenswerten Vorstellung auf, die Gesang und Tanz auf ergreifende Weise miteinander verband und Räume der Freiheit eröffnete. ...

Was sie als fließende Einheit schufen, war ein Hör- und Seherlebnis par excellence, eine Wohltat für Ohren, Augen und Gefühl. ...

Aßfalg und Wax schufen aus Musik und Tanz eine harmonische und ineinander fließende Einheit, die Gänsehaut erzeugte. ...

Der glockenreine und gefühlvolle Gesang der Sopranistin schwang in Formationen durch den Raum und erweckte Kraft, Hingabe und Erleichterung. Gitte Wax gab den Liedern ein Gesicht: verträumt und liebevoll schwebte sie durch die Musik, herausfordernd und provokativ nahm sie die Auseinandersetzung auf, leidenschaftlich und rebellisch wirbelte sie um die Sängerin herum. ...

Gitte Wax trug aus dem Off Texte vor, die als sinnvolle und gleichzeitig sinnlose gedankliche Wirbel wie in einem nächtlichen Traum wirkten und die Besucher in eine Subjektivität führten, aus der heraus sie das Gebotene neu wahrnehmen konnten. Und sie richtete ihren Ausdruckstanz an das persönliche Fühlen, verwob ihn mit fließendem Licht und dem grandiosen Gesang von Karina Aßfalg zu einer Form, die in der Kunst übliche Rezeptionsgewohnheiten transzendiert. ...  mehr >>

Reutlinger Generalanzeiger 30. Januar 2017

Gesang und Tanz berühren

Grandiose Premiere
Auf eine solch grandiose Premiere waren wohl nur die wenigsten der zahlreichen Besucher gefasst gewesen. Was die Opernsängerin Karina Aßfalg und die Tänzerin Gitte Wax als interdisziplinäres Duo schufen, war atemberaubend und eine Wohltat für Augen, Ohren und Gefühl. Vom ersten bis zum letzten Ton, von der ersten bis zur letzten Präsentation nahmen sie ihr Publikum ganz und gar gefangen. ...

Der Altarraum der Martinskirche verwandelte sich in eine sakrale Bühne: Durch das Verweben des Auditiven mit dem Visuellen und der persönlichen Ausdrucksformen beider Künstlerinnen entstanden ein abgeschirmter Raum und eine zusätzliche Wahrnehmungsebene, verstärkt durch den spirituellen Charakter der Kirche. Die Zuschauer hörten, sahen und erlebten Kunst in großer Intensität und Ursprünglichkeit. ...

Kultur überschreitet Grenzen

Beide Künstlerinnen überschreiten in einer Zeit des fragmentierten, spezialisierten und objektiven Wissens Grenzen und bieten eine Möglichkeit, die Welt insbesondere in der Kunst als Ganzes wahrzunehmen und ein persönliches Bild zuzulassen, das eine persönliche Stellungnahme ermöglicht.    mehr>>